Zitiert: Öffentlich-Rechtliche neu denken

„Wollte man die Öffentlich-Rechtlichen wirklich neu denken, müsste man hier ansetzen: Weg mit der Quotenausweisung! Anders als die werbefinanzierten Privatsender, für die Einschaltquoten eine harte Währung sind, brauchen die Öffentlich-Rechtlichen sie nicht: Die Quote zeigt kein Gesellschaftsbild, sondern nur die Interessenverteilung derer, die sich ohnehin vom Programm angesprochen fühlen. Für den internen Gebrauch mögen diese Zahlen nützlich sein, um eine Sendung halbwegs evaluieren zu können. Aber von ihnen auf die Gesamtheit des potenziellen Publikums und dessen Vorlieben zu schließen, ist ein Fehler. Die Anstalten machen sich selbst zu Getriebenen eines Marktes, nach dessen Kriterien sie gar nicht spielen sollten. Und für die Akzeptanz des Rundfunkbeitrags wäre es ohnehin besser, wenn ARD und ZDF auch dann auf Werbung verzichteten, wenn sie sie gesetzmäßig zeigen dürfen – am Vorabend.“

 

Klaus Raab, zeit online, 29.10.2017 (online)

 

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"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)