Zitiert: ARD und ZDF sollen „Feldwege“ der Quote … meiden

In einem Lied der Kubanischen „Buena Vista Social Club“ wird davor gewarnt, im Leben die sichere Straße zugunsten der Verlockungen eines Feldweges zu verlassen. Dieses Motto kann durchaus auf unsere Frage nach dem publizistischen Qualitätsbeitrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Zukunft übertragen werden. Feldwege in diesem Sinne sind eine Orientierung an der Quote auf Kosten der Relevanz,die Beharrung auf Besitzständen statt Mut zur Selbsterneuerung sowie das Vertrauen auf Events als Garant für öffentliche Aufmerksamkeit anstelle der Schärfung des eigenen journalistischen Profils. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nach meiner festen Überzeugung kein Auslaufmodell.

(Dr. Fritz Jaeckel, Chef der Sächsischen Staatskanzlei: Mut zur Profilierung als „Premium-Marke“. Qualität und Glaubwürdigkeit als Markenkern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. In: Promedia, 04/2017, online)

 

Hinweis: Doch ginge es nicht darum, dass der örR öfter die massentransportierende Autobahn verlässt und die Vielfalt des Straßen- und Wegenetzes nutzt, um möglichst viele im Land immer mal wieder zu erreichen und die Vielfalt auch zu präsentieren?

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