Zitat: Versucht der „Jugendkanal“ nur, sich Reichweite zu kaufen?

„Das öffentlich-rechtliche Jugend-Angebot wird sich über Reichweite rechtfertigen müssen und kann mit 3% Reichweite natürlich nicht zufrieden sein. Einfacher als selbst etwas aufzubauen wird es sein, mit dem 45 Mio. Euro Budget des Jugendangebots die bekanntesten YouTube-Stars von den MCNs abzuwerben und damit die Reichweite zu kaufen. Dass dies nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt das Beispiel Le Floid schon heute: Der YouTube-Künstler und ehemalige Mediakraft-Partner sendet das Gaming-Format „1080NerdScope“ in Zusammenarbeit mit dem SWR auf EinsPlus. Zuvor läuft das Format auf dem YouTube-Kanal „DoktorFroid“. Der Sendeplatz scheint nur ein Alibi dafür zu sein, dass schon im Vorgriff auf das Jugendangebot für Youtube-Videos Rundfunkgebühren ausgegeben werden.“

 

Dr. Christoph Wagner auf medienpolitik.net (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)