Wolfgang Blau: Europa braucht „Übersetzer“ statt einheitliche Mediathek

Was Europa brauche, sei maschinelle Übersetzung von Sprachen: „Egal ob in Kroatien oder Österreich: Gäbe es die Möglichkeit, alle Produktbeschreibungen eines E-Commerce-Unternehmens oder zum Beispiel auch journalistische Inhalte sofort in alle Sprachen Europas automatisch zu übersetzen, würde das ganz neue Möglichkeiten eröffnen und auch der Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit helfen.” Maschinelle Übersetzung sei der letzte sichtbare Flaschenhals”, denn: „Gegen Google oder Baidu anzutreten, ist zu spät.” Dass so eine Software entwickelt würde, stehe außer Frage: „Sie sollte aber aus Europa kommen.” Um die finanzielle Basis für so eine Innovation zu schaffen, könnte ein Forschungsverbund installiert werden, der sich aus Geldern der EU-Mitgliedsstaaten speist: „Da reden wir aber nicht über Investitionen im Bereich von 100 oder 200 Millionen Euro, sondern es geht um sehr viel größere Beträge.”

 

Standard.de, 07.10.2018 (online)

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Zitat der Woche
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Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen