Wie gut es dem privatem Rundfunk im Jahr 2015 ging

Der private Rundfunk arbeitet kostendeckend und erreichte dabei insgesamt einen Kostendeckungsgrad von 113 Prozent nach 111 Prozent im Jahr 2015. … Auch die privaten Sender konnten bei den Erlösen kräftig zulegen, um eine gute halbe Mrd. Euro von 10,19 Mrd. Euro im Jahr 2015. Daran hat vor allem das bundesweite Free-TV  und Pay-TV mit 7,91 Mrd. Euro und einem Zuwachs von knapp einer halben Mrd. Euro seinen Anteil. Während die bundesweiten Free-TV- und Pay-TV-Sender kostendeckend arbeiteten und selbst Teleshopping mit 109 Prozent und die landesweiten TV-Fenster mit 105 Prozent ebenso wirtschaftlich arbeiteten wie der der private Hörfunk, erreichte das Lokal-Fernsehen nach wie vor nur eine Kostendeckung von 95 Prozent. (Bericht zur wirtschaftlichen Lage des Rundfunks 2016-17, S. 14)

Der Kostendeckungsgrad von ProSiebenSat1 AG lag 2016 bei 135%, bei der Mediengruppe RTL  bei 147% (S. 36)

Der Kostendeckungsgrad bei den lokalen Programmanbietern (inkl. Sparten-TV) stieg zwischen 2015 und 2016 leicht auf 95 Prozent. Insgesamt generierten die lokalen TV-Anbieter 2016 einen Gesamtertrag in Höhe von 92,9 Mio. Euro, dies waren 0,9 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Allerdings kletterten die Kosten im gleichen Zeitraum weiter auf 97,9 Mio. Euro. Mit gut 39,3 Mio. Euro machten davon allein die Personalkosten für die festangestellten Mitarbeiter 40 Prozent aus. (S. 51)

Viele (der lokalen) Sender könnten ohne die Förderung der Landesmedienanstalten nicht überleben. 19,2 Mio. Euro bekamen die Lokal-TV-Sender 2016 aus den verschiedenen Fördertöpfen. (S. 53)

 

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