Medien-Blog

20 Jahre Kika mit etwas Kritik

Für Margret Albers, die Vorstandssprecherin des Fördervereins Deutscher Kinderfilm und Präsidentin des Europäischen Kinderfilmverbands, ist der Kika ein Glücksfall. So hatte das Kinderprogramm “einen Hort und musste nicht mehr irgendwelchen Sportübertragungen weichen.“

Neben viel Lob äußerte sie aber auch gegenüber… Weiterlesen

Wieviel Free-TV muss Eurosport bei der Olympiaübertragung bieten?

Laut Rundfunkstaatsvertrag müssen die Olympischen Spiele im Free-TV gesendet werden. In § 4 heißt es zur Übertragung von Großereignissen:

Die Ausstrahlung im Fernsehen von Ereignissen von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung (Großereignisse) in der Bundesrepublik Deutschland verschlüsselt und gegen besonderes Entgelt ist nur zulässig, wenn der Fernsehveranstalter selbst oder ein Dritter zu angemessenen Bedingungen ermöglicht, dass das Ereignis zumindest in einem frei empfangbaren und allgemein zugänglichen Fernsehprogramm in der Bundesrepublik Deutschland zeitgleich oder, sofern wegen parallel laufender Einzelereignisse nicht möglich, geringfügig zeitversetzt ausgestrahlt werden kann. … Bei Großereignissen, die aus mehreren Einzelereignissen bestehen, gilt jedes Einzelereignis als Großereignis.

 

Damit ist klar: Nicht das IOC entscheidet über die Zahl der Programmstunden, die im Free-TV angeboten werden müssen. Der deutsche Gesetzgeber hat hier schon eine Vorgabe gemacht. Weiterlesen

Dokumentiert: Nachrichtennutzung über soziale Medien

Sascha Hölig und Uwe Hasebrink vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg werteten die Ergebnisse des Ergebnisse Digital News Survey 2016 des Reuters Institute aus. Dabei stellt sie vor allem fest:

  • Soziale Medien werden vor allem als Zusatz zu klassischen Medien als Nachrichtenquelle genutzt
  • in Deutschland spielen – im Gegensatz zu anderen Ländern – soziale Medien eine vergleichsweise geringe Rolle bei der Nachrichtennutzung
  • die Nutzer schätzen die Quellenvielfalt und Verbreitungsgeschwindigkeit in den sozialen Netzwerken
  • Journalistische Leistung wird als solche nach wie vor anerkannt
  • eine algorithmengesteuerte Nachrichtenauswahl, die auf den Nutzungsinteressen der eigenen Freunde basiert, halten durchschnittlich 23 Prozent der deutschen Onliner (Gesamtstudie: 22 Prozent) für einen guten Weg
  • wenige Nutzer sind aktiv an nachrichtenbezogener Kommunikation beteiligt.

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Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Bis zum letzten Tag der Amtszeit Kohls waren keine deutschen Soldaten zu Kriegseinsätzen im Ausland. Nach ihm waren sie es ununterbrochen. Man mag einwenden, dass er Schröderfischer ein Jugoslawien-Fiasko hinterließ. Aus anderen sinnlosen Gemetzeln wie dem Golfkrieg hat er uns herausgekauft. Er war einer der letzten Spitzenpolitiker mit Weltkriegserfahrung, sein Bruder im Krieg getötet, seine Politik auf „pazifistische deutsche“ Wählerstimmen gemünzt. Es tut weh, dies anzuerkennen – doch so, wie der Aspekt „Friedenskanzler“ an Kohl nun gar nicht gewürdigt wird von allen kriegerischen Nachfolgern – muss wohl was dran sein.   Friedrich Küppersbusch, taz, 20.06.2016, Weiterlesen 
Out of Space
Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen