Medien-Blog

Produzentenallianz will nach Kika-Skandal – begrenzt – mehr Transparenz

Nun, nach einem Monat, äußert sich die Produzentenallianz zum aktuellen Kika-Skandal. „Der Vorfall sei umso mehr zu bedauern, weil bis zum heutigen Tage die Qualität des von ARD und ZDF sowie deren Gemein­schaftsunternehmen gezeigten Pro­gramms – gerade im internationalen Vergleich – beachtlich hoch ist.“ So kann man Lob und Kritik verbinden. „Die äußerst angespannte wirtschaftliche Situation gerade auch vieler kleiner und mittlerer Produzenten – vor allem auch im Kinderprogramm und bei der Animation, auch in den neuen Bundesländern – macht die moralische Verworfenheit der handelnden Personen besonders offenbar“, erklärt Michael Schmetz, Leiter der Produzentenallianz-Sektion Animation.

Aber ist es nicht gerade die angespannte wirtschaftliche Situation vielen Produktionsfirmen, die ein solch „unmoralisches Handeln“ zusätzlich befördert? Ist nicht auch zu fragen, warum die betreffende Firma trotz der hohen leistungslosen finanziellen Zuführungen in die Insolvenz ging? Offenbart dies nicht auch, dass es eine angemessene Vergütung, wie sie auch die Ministerpräsidenten immer wieder über Protokollnotizen zu Rundfunkstaatsverträgen einfordern, nur für wenige Firmen gibt? Weiterlesen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Bis zum letzten Tag der Amtszeit Kohls waren keine deutschen Soldaten zu Kriegseinsätzen im Ausland. Nach ihm waren sie es ununterbrochen. Man mag einwenden, dass er Schröderfischer ein Jugoslawien-Fiasko hinterließ. Aus anderen sinnlosen Gemetzeln wie dem Golfkrieg hat er uns herausgekauft. Er war einer der letzten Spitzenpolitiker mit Weltkriegserfahrung, sein Bruder im Krieg getötet, seine Politik auf „pazifistische deutsche“ Wählerstimmen gemünzt. Es tut weh, dies anzuerkennen – doch so, wie der Aspekt „Friedenskanzler“ an Kohl nun gar nicht gewürdigt wird von allen kriegerischen Nachfolgern – muss wohl was dran sein.   Friedrich Küppersbusch, taz, 20.06.2016, Weiterlesen 
Out of Space
Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen