Werbung

Dokumentiert: Werbung im öffentlich-rechtlichen Hörfunk

Die Geschichte der Werbung im öffentlich-rechtlichen Hörfunk stellt Christian Breunig in Media Perspektiven (02/2015) dar. Dabei geht er bis in die Gründungszeit des Rundfunks zurück. Er fasst seine Darstellung so zusammen:

„In der medienpolitischen Diskussion über die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fordern die Lobbyisten des privaten Rundfunks und vereinzelte politische Akteure eine weitere Reduzierung der Hörfunkwerbung. Neben wirtschaftlichen Interessen des Privatfunks spielen in der Politik offensichtlich ideologische Gründe eine Rolle. Basis der Forderungen ist ein theoretisches Konstrukt, wonach der öffentlich-rechtliche Rundfunk langfristig werbefrei zu sein und entsprechend eine Art „Reinheitsgebot“ zu erfüllen habe. Allerdings steht dieser Forderung entgegen, dass die werbungtragenden öffentlich-rechtlichen Radioprogramme über eine außerordentlich hohe Akzeptanz bei den Hörern verfügen. Zudem scheint gelegentlich in Vergessenheit zu geraten, dass es seit April 2010 für die privaten Radiosender in Deutschland keinerlei zeitliche Werbebeschränkungen mehr gibt, dem privaten Hörfunk also bereits Wettbewerbsvorteile im Werbemarkt eingeräumt wurden.“

Weiterlesen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Bis zum letzten Tag der Amtszeit Kohls waren keine deutschen Soldaten zu Kriegseinsätzen im Ausland. Nach ihm waren sie es ununterbrochen. Man mag einwenden, dass er Schröderfischer ein Jugoslawien-Fiasko hinterließ. Aus anderen sinnlosen Gemetzeln wie dem Golfkrieg hat er uns herausgekauft. Er war einer der letzten Spitzenpolitiker mit Weltkriegserfahrung, sein Bruder im Krieg getötet, seine Politik auf „pazifistische deutsche“ Wählerstimmen gemünzt. Es tut weh, dies anzuerkennen – doch so, wie der Aspekt „Friedenskanzler“ an Kohl nun gar nicht gewürdigt wird von allen kriegerischen Nachfolgern – muss wohl was dran sein.   Friedrich Küppersbusch, taz, 20.06.2016, Weiterlesen 
Out of Space
Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen