WDR

Warum der WDR mehr Geld für die Barrierefreiheit braucht

„Wir haben bisher keinerlei Mittel für Barrierefreiheit bekommen, haben aber nichtsdestotrotz gerade in diesem Bereich ungeheuer viel geleistet. Wenn Sie sich unser Internet, unser Telemedienangebot ansehen, stellen Sie fest: Das ist fast komplett barrierefrei. Das ist eine riesengroße Anstrengung, eine finanzielle Anstrengung, die auch große Einschränkungen in der Art der Darstellung mit sich bringt. Es geht ja auch um die Attraktivität der Darstellung im Netz. Wir haben sehr viel in diese Richtung getan. Wir haben Gebärdendolmetscher. Für Blinde werden Stränge von Spielfilmen parallel erzählt. Wir haben für Menschen mit Hörgeräten Induktionsanlagen in unseren Konzertsälen, in Konferenzsälen. Wir haben jede Menge Untertitelungen. Und so weiter. Es kann also keine Rede davon sein, dass Menschen mit Behinderungen genau diese Dinge bei uns finanzieren sollen.

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Setzt WDR Politiker unter Druck?

Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, übt in der FAZ Kritik am WDR. Führende Politiker hätten ihm bestätigt, dass diese sich nicht mehr mit ARD und ZDF anlegen würden. „Bei jeder kritischen Frage würden Politiker sofort mit kritischer Berichterstattung in ganz anderen Punkten überzogen. Im Landtag von Nordrhein-Westfalen wurde Abgeordneten gedroht, wenn Sie gegen die Mediengebühr stimmten, würde das in der WDR-Berichterstattung Folgen haben.“

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WDR beendet Kooperation mit WAZ

Bilder und Töne aus der Region, produziert und gesendet vom Westdeutschen Rundfunk, sollten auch für die Nutzer der WAZ-Online-Plattform DerWesten.de zugänglich sein. Am 11. März 2008 wurden in Düsseldorf Einzelheiten der Zusammenarbeit vorgestellt.

Täglich sollten neun Fernsehbeiträge für das Online-Portal der WAZ zur Verfügung stehen, so WDR-Intendantin Monika Piel. Alle Beiträge werden zuerst im WDR-Fernsehprogramm ausgestrahlt und sind auch in der Mediathek regional des WDR zu finden. Die WAZ musste für die Beiträge bezahlen.

Der WDR war nach Aussagen seiner Intendantin Monika Piel der erste öffentlich-rechtliche Sender, der eine solche Kooperation einging. Weitere Sender folgten ihm.

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WDR-Rundfunkrat stänkert indirekt leicht gegen Monika Piel und stark gegen den MDR

In ihren Interviews zum Jahresbeginn führte WDR-Intendantin Für Monika Piel drei Gründe an , warum es keinen ARD-Jugendkanal geben kann: „Da würde Kollegen vom Privatfernsehen ja das Herz stehen bleiben, und medienpolitisch ist das wohl ebenfalls nicht durchsetzbar. Es wäre zudem programmlich außerordentlich schwierig, denn wir müssen auch hier immer öffentlich-rechtlich sein. Aber was bei den jungen Zuschauern zieht – siehe die Top-Ten der jungen Zielgruppe bei den Privatsendern – sind alles keine öffentlich-rechtlichen Formate. Wir haben das Beitragsprivileg – und müssen deshalb schon etwas Anderes anbieten.

Auf die Behauptung, mit öffentlich-rechtlichen Angeboten könne man kaum junge Menschen erreichen, entgegnete ihr Vorgänger im Amt des ARD-Vorsitzenden, dass, wenn man junge Menschen mit verlässlicher Information erreichen wolle, man ihnen auch attraktive Angebote machen müsse, wenn sie zu alt für den „Kinderkanal“ geworden seien. So sagte der Intendant des Südwestrundfunks (SWR) Peter Boudgoust: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese Lücke schließen müssen, denn unser Grundversorgungsauftrag umfasst eben alle Milieus, alle Altersgruppen. Wir können nicht sagen: Der Mensch wird dann wieder mit 25 oder 30 bei uns in den Fokus geraten, sondern wir müssen auch für die prägende Lebensphase dazwischen spezifische Angebote haben.“ Im stern „entgegnete“ Monika Piel: „Das ist seine Meinung, ich sehe das etwas anders. Wir brauchen Programm für jüngeres Publikum – realistischerweise ab 30. Die Jugend ist so heterogen, sie interessiert sich für Angebote, die mit dem öffentlich-rechtlichen Profil kaum zusammenzubringen sind.“ Weiterlesen

WDR akzeptiert Bürgschaftsversicherung

 

Bisher mussten Produzenten für Auftragsproduktionen mit öffentlich-rechtlichen Sendern eine Bankbürgschaft über die Höhe der Sendervorauszahlungen vorlegen. Je nach Bonität der Firma liegen die Kosten für Bankbürgschaften derzeit im Schnitt bei zwei bis 2,5 Prozent (im Jahr) der Bürgschaftshöhe. Doch die Reform der Kapitalmärkte (Basel III) verleidet den Kreditinstituten zunehmend das Geschäft mit Bankbürgschaften. So fällt es den Produktionsfirmen immer schwerer, die von den Sendern verlangten Garantien vorzuweisen. Zudem belasten die Bankbürgschaften die Bilanzen der Produktionsfirmen, sie müssen nämlich wie Darlehen in den Büchern der Firmen geführt werden.

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Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)