Produzentenbericht des NDR

Der MDR hatte am 18. März 2013 angekündigt, einen Produzentenbericht vorzulegen. „Zusätzlich zu dem bereits alle zwei Jahre erstellten Vergabebericht für nicht programmbezogene Leistungen wolle der Sender auch die Vergabe von Programmleistungen transparent machen.“ Der WDR war dann dem MDR zuvorgekommen und hatte am 12. Juli 2013 seinen bisher nur dem Verwaltungsrat vorgelegten Produzentenbericht veröffentlicht. Allerdungs gab es an dem Bericht auch Kritik. So stellte die Rheinische Post fest, dass sich aus den Zahlen und Daten, die der WDR veröffentlicht hat, nicht ersehen lasse, „wie hoch der Umsatzanteil der jeweiligen Unternehmen ist“. Zudem fehlen in dem Produzentenbericht „Programme, an denen der WDR beteiligt war, die aber unter Federführung eines anderen Senders entstanden. Auch das Vorabend-Programm sowie Gemeinschaftssendungen der ARD wurden ausgeklammert, wenn der WDR nicht selbst Vertragspartner der Produzenten war.“

 

Diese Kritik trifft auch auf die Zusammenfassung des Produzentenberichts des NDR zu, die dieser am 20. September vorlegte. (Offizielle Bezeichnung: Bericht über die Auftrags- und Koproduktionen der Jahre 2011 und 2012 im Norddeutschen Rundfunk (Zusammenfassung))

Einige Fakten:

In 2012 wurden insgesamt 71,6 Mio. Euro für Auftrags- und Koproduktionen ausgegeben. 2010 waren es 66,1 Mio. Euro. Von dem 2012er Etat gingen 72 Prozent – das sind 51,6 Mio. Euro – an unabhängige Produzenten. Abhängige Produktionsfirmen, in erster Linie also Studio Hamburg, wurden im Volumen von 20 Mio. Euro bzw. 28 Prozent beauftragt. 2011 lag der Anteil der unabhängigen Produzenten am NDR-Produktionsbudget bei 65 Prozent.

Der NDR vergab die meisten Aufträge für Auftrags- und Koproduktionen an Firmen im Sendegebiet vergibt, 2012 waren das 58 Prozent oder 41,3 Mio. Euro.

Den größten Teil der Produktionskosten investiert der NDR in Programm, das im Ersten ausgestrahlt wird. 2012 waren das 44,7 Mio. Euro, 23 Mio. Euro entfallen auf das NDR Fernsehen, 3,9 Mio. wurden für den Kinderkanal aufgebracht. 2011 hatte man 2 Mio. Euro in Kika-Programm investiert.

 

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