Nischen für das Kino

 

Cinemaxx-Chef Christian Gisy sieht die Chance, die Kinos auf breitere Füße zu stellen. Nur so könne man alle Zielgruppen erreichen, die „vom Kleinkind in der Familienvorstellung bis zu den Senioren mit 80 und auch noch darüber hinaus“ reiche. So übertrage man „bereits Konzerte live aus der Metropolitan Opera in New York“ wie auch „live die Eröffnung der Bayreuther Festspiele“. Man hoffe, dass die Besucher dann auch „zu einem normalen Film wiederkommen“.

 

„Das traditionelle Holi in Hamburg, das beste Haus des Konzerns in der Met-Reihe, ist zu jeder Met-Vorstellung ausverkauft. Das sind 500 Tickets, davon drei Viertel als Abos für zehn Veranstaltungen in der Saison.“ Dioese Übertragungen könne man nicht mehr als Nische bezeichnen. In der Saison 2012/2013 hatte man „rund 190.000 Besucher“ (Kartenpreisen zwischen 25 und 30 Euro). Man wollem so Christian Gisy, „mehr alternative Inhalte in unsere Kinos bringen, damit sie den Nischencharakter verlieren.“ Neben Klassik und Rock/Pop sollen „bestimmte Serien-Events aus dem Fernsehen vorab in den Kinos stattfinden“. Sport werde allerdings „nur über 3D funktionieren. Nur dann kann man mehr zeigen als im Fernsehen.“

 

Interview in der Berliner Zeitung, 6. Juli 2013

Kommentar verfassen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)