Michael Hartmann hält die globale Wirtschaftselite für einen Mythos

Sie werde nur vorgeschoben, wenn die Politik keine Diskussion über mögliche Alternativen aufkommen lassen möchte. „Von den 1.000 größten Unternehmen der Welt wird nur jedes zehnte von einem Ausländer geführt. Bei den Aufsichtsratsvorsitzenden liegt der Prozentsatz noch niedriger und von den 1.000 reichsten Milliardären der Welt wohnen nur 90 außerhalb ihres Heimatlandes. Die grenzüberschreitende Mobilität der Spitzenmanager und Superreichen ist einfach bei weitem nicht groß genug, um eine eigenständige globale Elite oder Klasse zu bilden.“

 

Carta, 11.10.2016, (online)

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Zitat der Woche
Bis zum letzten Tag der Amtszeit Kohls waren keine deutschen Soldaten zu Kriegseinsätzen im Ausland. Nach ihm waren sie es ununterbrochen. Man mag einwenden, dass er Schröderfischer ein Jugoslawien-Fiasko hinterließ. Aus anderen sinnlosen Gemetzeln wie dem Golfkrieg hat er uns herausgekauft. Er war einer der letzten Spitzenpolitiker mit Weltkriegserfahrung, sein Bruder im Krieg getötet, seine Politik auf „pazifistische deutsche“ Wählerstimmen gemünzt. Es tut weh, dies anzuerkennen – doch so, wie der Aspekt „Friedenskanzler“ an Kohl nun gar nicht gewürdigt wird von allen kriegerischen Nachfolgern – muss wohl was dran sein.   Friedrich Küppersbusch, taz, 20.06.2016, Weiterlesen 
Out of Space
Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen