Dokumentiert: Marktanteil steigt, Reichweite sinkt

Das heute-journal hatte im Jahr 2018 im Schnitt 3,77 Mio. Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Jahr zuvor, 2017 waren es 3,84 Mio. Obwohl also die Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer gesunken ist, ist der Marktanteil gestiegen, von 14,0 auf 14,1%. (Media Perspektiven, 03/2019, S. 100, online)

Dies erinnert einen an das Konzept der asymmetrischen Demobilisierung. (wikipedia.de) Es ist kein Problem, wenn weniger Leute den Fernseher einschalten. Man muss nur darauf setzen, dass man von den übriggebliebenen eine möglichst große Gruppe erreicht. Wenn das zudem noch die Gruppe der Vielseher ist, dann bleibt man Marktführer.

Allerdings, und da unterscheidet sich das ZDF von der CDU, macht man auch den Nicht-Seherinnen und -sehern Angebote, so z.B. mit ZDF Kultur.

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Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)