Dokumentiert: ARD reduziert Drehtage für „Mord in Aussicht“ – Schauspieler steigt aus

 

„Zu Weihnachten hat Mädel Post gekriegt vom ARD-Programmdirektor. Viel Lob stand da drin. Fast gleichzeitig hat er erfahren, dass bei Mord mit Aussicht nur noch achteinhalb Drehtage statt neun pro Folge im Plan stehen. Als Feldhusen dort anfangs Regie führte, seien es noch zehn Tage gewesen, sagt Mädel.“ Zudem berichtet Bjarne Mädel, „dass sich an der Serie nach Ansicht der Macher nur ja nichts verändern dürfe.“ Und er begründet seinen Ausstieg aus der Serie: „Die eigentliche Arbeit eines Schauspielers ist es, kreativ zu sein, aber da kommt man kaum noch zu. Man liefert dann nur noch ab. Deshalb will ich das auch nicht mehr.“

 

 

 

Kritik hat er auch an der Art und Weise der Ausstrahlung des „Tatortreinigers“. Der kehrt heute in NDR Fernsehen zurück – für drei Tage. Jeden Tag laufen zwei Folgen. Es ist die allererste Folge zu sehen, es sind zwei Folgen zu sehen, die im vergangenen Jahr schon fertig vorlagen. „Von den ganz frisch gedrehten Folgen gibt es nur eine zu sehen. Die restlichen Episoden laufen? Irgendwann“, schreibt Hans Hoff in der Süddeutschen Zeitung.

 

Dieser Umgang mit der Serie sei unverständlich, zumal die Serie in die USA und nach Frankreich verkauft wurde. Von der ersten Staffel wurden insgesamt über 40 000 DVD-Boxen verkauft.

 

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