Die Sonderrolle des Bayrischen Rundfunks

In der Studie des Bayrischen Rundfunks anläßlich von 25 Jahren BRaktuell aus dem Jahr 2016 wurde festgestellt, dass in Bayern das Publikum stärker als in der Gesamtbevölkerung Deutschlands davon ausgeht, dass die Medien einem vorschreiben, was man denken soll (55 zu 49%) sowie dass sie Sachverhalte zu sehr vereinfachen und dadurch Vorurteile verbreiten (72 zu 66%). Zudem sind weniger der Meinung, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen unabhängig ist (43 zu 47%), es wird auch mehr als Stütze des Establishments wahrgenommen (52 zu 48%).

 

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Zitat der Woche
Bis zum letzten Tag der Amtszeit Kohls waren keine deutschen Soldaten zu Kriegseinsätzen im Ausland. Nach ihm waren sie es ununterbrochen. Man mag einwenden, dass er Schröderfischer ein Jugoslawien-Fiasko hinterließ. Aus anderen sinnlosen Gemetzeln wie dem Golfkrieg hat er uns herausgekauft. Er war einer der letzten Spitzenpolitiker mit Weltkriegserfahrung, sein Bruder im Krieg getötet, seine Politik auf „pazifistische deutsche“ Wählerstimmen gemünzt. Es tut weh, dies anzuerkennen – doch so, wie der Aspekt „Friedenskanzler“ an Kohl nun gar nicht gewürdigt wird von allen kriegerischen Nachfolgern – muss wohl was dran sein.   Friedrich Küppersbusch, taz, 20.06.2016, Weiterlesen 
Out of Space
Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen