Wahr ist, was gefällt? Journalismus in der Glaubwürdigkeitskrise

Wann:
25. April 2017 um 09:30 – 17:30
2017-04-25T09:30:00+02:00
2017-04-25T17:30:00+02:00
Preis:
kostenlos
  1. Frankfurter Tag des Online-Journalismus

Waren Fakten gestern? Fakt ist: Das, was wir die Öffentlichkeit genannt haben, droht kaputt zu gehen – und das hat mit unserem Medium zu tun: „Wir leben nicht im postfaktischen Zeitalter. Wir leben im Zeitalter des durch das Internet möglich gemachten Bullshits,“ sagt ein New Yorker Philosophie-Professor dazu – und hat vermutlich Recht.

Der #ftoj17 dreht sich um die Fragen, die uns Journalistinnen und Journalisten nicht erst seit dem Wahlsieg von Donald Trump und dem Beginn des deutschen Wahljahres beschäftigen:

  • Wie bringen wir Filterblasen zum Platzen?
  • Was können wir bewusst platzierten Unwahrheiten und Verzerrungen entgegensetzen?
  • Wie zivilisieren wir die Kommentarspalten?
  • Wie begegnen wir Nutzern, die uns mit Misstrauen entgegentreten?
  • Wie arbeiten wir unsere eigenen Sünden auf – beispielsweise den Hang zu Skandalisierung, Emotionalisierung und Intransparenz?

Kurz: Es geht um die Frage, wie wir unsere Aufgabe bewältigen, zu den Debatten einer aufgeklärten Öffentlichkeit beizutragen. Unsere Referentinnen und Referenten werden uns helfen, Antworten zu finden – darunter einer der profiliertesten Fake-Jäger, eine Psychologin, die uns erklärt, warum wir uns in der Welt der subjektiven Wahrheiten so wohl fühlen, und ein Propaganda-Forscher, der vorführt, was man mit Bots anstellen kann.

Der Hessische Rundfunk (hr), der Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), evangelisch.de und epd medien laden Sie herzlich ein. Die Teilnahmegebühr beträgt € 90,- (für Studenten/Volontäre € 40,-). Für das leibliche Wohl sorgt der Hessische Rundfunk.

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Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Bis zum letzten Tag der Amtszeit Kohls waren keine deutschen Soldaten zu Kriegseinsätzen im Ausland. Nach ihm waren sie es ununterbrochen. Man mag einwenden, dass er Schröderfischer ein Jugoslawien-Fiasko hinterließ. Aus anderen sinnlosen Gemetzeln wie dem Golfkrieg hat er uns herausgekauft. Er war einer der letzten Spitzenpolitiker mit Weltkriegserfahrung, sein Bruder im Krieg getötet, seine Politik auf „pazifistische deutsche“ Wählerstimmen gemünzt. Es tut weh, dies anzuerkennen – doch so, wie der Aspekt „Friedenskanzler“ an Kohl nun gar nicht gewürdigt wird von allen kriegerischen Nachfolgern – muss wohl was dran sein.   Friedrich Küppersbusch, taz, 20.06.2016, Weiterlesen 
Out of Space
Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen