Vom Flüchtling zur Chefredakteurin? Syrische Geflüchtete im deutschen Journalismus

Wann:
23. März 2017 um 19:00 – 20:30
2017-03-23T19:00:00+01:00
2017-03-23T20:30:00+01:00
Wo:
Französische Friedrichstadtkirche (Französischer Dom)
Gendarmenmarkt 5
10117 Berlin
Deutschland
Preis:
kostenlos
Kontakt:
Silke Ewe
+49 30 203 55 - 508
Unter den Geflüchteten, die seit 2015 nach Deutschland kommen, sind auch viele Menschen, die bereits in ihrem Heimatland als Journalist
oder Journalistin tätig waren oder dort westlichen Medien zugearbeitet haben. Andere wurden durch die Erfahrungen von Krieg, Flucht und Einwanderung politisch sensibilisiert und streben von daher in den Journalismus als Beruf.
In der deutschen Medienlandschaft wird darauf vielfältig reagiert, es gibt eine Reihe von Initiativen. Ein erstes Modell ist der Aufbau von Medien in Arabisch oder Farsi. Ein zweites Modell besteht in der Organisation von Praktikumsplätzen für Geflüchtete. Ein drittes Modell geht von den Geflüchteten selbst aus: Sie gründen eigene Zeitschriften oder Websites. Die Aktivitäten für Geflüchtete können dabei auf die Erfahrungen von älteren interkulturellen Initiativen in der deutschen Medienlandschaft aufbauen.
Vieles entsteht, die Szene ist bunt. Welche neuen Sichtweisen kommen durch Geflüchtete in die deutschen Medien? Wo liegen Herausforderungen und Grenzen der interkulturellen Integration? Beim Podium kommen Menschen mit Fluchtgeschichte ins Gespräch mit deutschen Medienleuten.
19.00 Uhr Eingangsimpuls
Dr. Claudia Nothelle, Publizistin, Berlin
19.15 Uhr Podium
Yahya Alous, Journalist (Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung), Berlin
Erhard Brunn, Journalist und Berater für Interkulturelle Kooperationen, Frankfurt am Main
Dr. Julia Gerlach, Journalistin (ZDF, Zeit u.a.), Evangelische Journalistenschule / Initiative „Amal, Berlin!“, Berlin
Dina Aboul Hosn, Journalistin und Mitbegründerin von ABWAB, der ersten arabischsprachigen Zeitung in Deutschland, Köln
Moderator: Dr. Thomas Schiller, Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes und publizistischer Vorstand der Evangelischen Journalistenschule,  Frankfurt am Main/Berlin

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Zitat der Woche
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Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen